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WM Herning: Deutsches Voltigier-Team nach Pflicht auf Platz zwei . Voltigierer starten am Tag eins mit der Pflicht

Herning/DEN (fn-press). Lady Gaga und Robbie Williams waren hier, Madonna, Paul McCartney, Ed Sheeran und viele andere auch. Ab heute sind es die besten Voltigierer der Welt, die in der Jyske Banks Boxen, Dänemarks multiflexibler Indoor-Halle in Herning, ihren ersten Auftritt haben. An fünf Wettkampftagen ermitteln sie hier ihre Weltmeister im Einzel- und Gruppenvoltigieren, im Pas de Deux und zum Abschluss im Nationenpreis, bei dem jeweils die Gruppe und zwei Einzelvoltigierer oder – voltigiererinnen ihr Land vertreten. Die Seite wird nach jeder Teilprüfung aktualisiert.

Die WM Voltigieren beginnt traditionell mit der Pflicht – lediglich beim Doppelvoltigieren und beim Nationenpreis wird nur die Kür verlangt. Den Auftakt des Pflichttages machten die Gruppen und das gleich mit einem Ausrufezeichen. Als erstes startete nämlich das mit Spannung erwartete Team aus Frankreich, dem unter anderem der dreifache Einzelweltmeister Lambert Leclezio und Aachen-Siegerin Manon Moutinho angehören. Mit der Wertnote 8.068 setzten die Franzosen den Standard, an dem sich in der Folge die übrigen 13 Teams messen lassen mussten. Das deutsche Team NORKA des VV Köln-Dünnwald folgt auf Platz zwei mit der Note 7.940, gefolgt von der Schweiz (7.659) und Team Österreich (7.419).

„Herning – unser Ding!“ Begleitet vom Schlachtruf des deutschen Lagers und der noch etwas überschaubaren Zahl an Fans auf der rund 5.000 Zuschauer fassenden Tribüne startete die deutsche Gruppe. Auch sie hochkarätig besetzt mit Einzelvoltigierer Thomas Brüsewitz, dem Duo Chiara Congia und Justin van Gerven, Mona Mertens, Rebecca Verlage sowie die Bronzemedaillengewinnerin der U18-EM Gianna Ronca.

Sechs Übungen muss jedes der sechs Teammitglieder absolvieren, mit denen die technischen und athletischen Fähigkeiten der Voltigierer abgefragt werden. Die Kölner zeigten sich gewohnt souverän. Nur ganz am Ende ging ein kurzes Aufraunen durch die Zuschauerreihen, als Justin van Gerven das letzte Element nicht halten konnte. „Bei der Flanke schwingt man sozusagen in den Handstand. Das ist ihm auch gut gelungen, aber dann ist er eingebrochen, was zwei Punkte Abzug bedeutet“, erläuterte Bundestrainerin Ulla Ramge. „Ansonsten gab es keine der gefürchteten Standardabzüge, die sehr teuer sind. Das Team hat sein Ding durchgezogen. Die einen haben das Programm hundertprozentig abgerufen, der ein oder andere war nicht ganz so souverän beim Stehen. Aber das waren nur Nuancen. Technisch war das eine sehr gute Pflicht ohne größere Vorkommnisse, damit sind wir erstmal zufrieden“, sagte Ulla Ramge.

Diese Meinung teilte auch Torben Jacobs, Aktivensprecher und Co-Trainer der Kölner Gruppe. „Wir sind gut in den Wettkampf gestartet. Wir haben erwartet, dass das nicht ganz so einfach wird, weil ein Championat eben etwas anderes ist als ein normales Turnier und eben auch als das CHIO Aachen, auch wenn das schon groß ist. ‚Calli‘ hat sich heute sehr gut präsentiert, es war gut, dass wir so ein gutes offizielles Training hatten, bei dem wir uns gut in der Halle akklimatisieren konnten. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Pflicht. Es war keine perfekte Pflicht, wir hatten noch einige kleine Patzer, aber alle haben gut reagiert, haben flüssig weitergemacht und von da her können wir mit dieser super harmonischen Runde auch sehr zufrieden sein. Damit können wir an die folgende Runde anknüpfen.“

Erstmals entscheidet sich das Gruppenvoltigieren nach zur zwei Wettbewerben: Pflicht und Kür, die im Verhältnis 40:60 gewertet werden. Das deutsche Team nimmt die Wertnote 7,940 Punkte aus der Pflicht mit. Einen erheblichen Anteil daran hat auch Gruppenpferd Calidor. Der 14-jährige Holsteiner von Calido I erzielte zweimal Noten über „8“ und damit die mit Abstand höchste Pferdenote.

Ab 12.30 Uhr wird es dann auch für die Damen ernst. Als erste deutsche Teilnehmerin betreten Kathrin Meyer (Hamburg) mit Capitain Claus und Longenführerin Gesa Bührig um 13.35 Uhr den Wettkampfzirkel, Julia Sophie Wagner (Leipzig) mit Giovanni und Katja Wagner folgen um 14.50 Uhr und zuletzt treten Alina Ross (Userin) mit Baron R und Volker Ross um 15.59 Uhr an.

Den Abschluss des ersten Pflichttages im Voltigieren machen die Herren. Dabei haben die drei deutschen Einzelvoltigierer frühe Startplätze erwischt. Gleich als Erster geht Thomas Brüsewitz  (Köln) um 17:30 Uhr mit Eyecatcher und Alexandra Knauf an den Start, Jannik Heiland (Wulfsen) mit Dark Beluga FRH (Barbara Rosiny) folgen als Vierter um 17.45 Uhr und nur zehn Minuten später, um 17.55 Uhr, ist Sportsoldat Julian Wilfing an der Reihe. Er geht mit Aragorn und Longenführer Alexander Zebrak an den Start. Bis allerdings feststeht, in welcher Ausgangsposition die Herren in den weiteren Wettkampf starten, dauert es bis zirka 19:20 Uhr, denn erst um 19.15 Uhr gibt der letzte Starter, der Schweizer Lukas Heppler, seine Pflichtvorstellung.

Alle Infos zur WM in Herning, den Teams, Wettkampf- und TV-Zeiten unter https://www.pferd-aktuell.de/wm2022

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