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Pony-EM Strzegom: Kompletter Einzel-Medaillensatz für deutsche Dressurreiter – Deutsche Pony-Dressurreiterinnen sichern sich Gold, Silber und Bronze im Viereck

Strzegom/ POL (fn-press). Das Lächeln wollte Lilly Marie Collin gar nicht mehr aus dem Gesicht weichen. Nach dem Gewinn der Mannschafts-Goldmedaille bei den Pony-Europameisterschaften in Strzegom, ging auch die Einzel-Goldmedaille an die 14-Jährige und ihren Hengst Cosmo Callidus NRW. Für ihre Team-Kolleginnen Mia Allegra Lohe und Julie Sofie Schmitz-Heinen gab es oben drauf noch Silber und Bronze.

„Wir sind alle ehrlich gesagt noch etwas sprachlos. Ich weiß gar nicht, ob die Mädchen das schon alles wirklich realisiert haben“, so Pony-Bundestrainerin Carolin Roost. Schließlich lag vor der endgültigen Einzel-Entscheidung im Viereck noch eine Nacht dazwischen und niemand konnte einschätzen, wie gut sich die Konkurrenz in der zweiten Hälfte des Starterfeldes präsentieren würde.

Mit 77,865 Prozent legte Lilly Marie Collin (Düsseldorf) allerdings am Freitag so gut vor, dass dieses Ergebnis nicht mehr einzuholen war. „Lilly hat einfach extrem gut ins Turnier gefunden und hier eine sehr starke und souveräne Leistung gezeigt. Die Trab- und Galopptour hat sie richtig zelebriert“, so Carolin Roost. Die Richter waren besonders angetan vom versammelten Galopp, den Galoppvolten und den einfachen Wechseln. Hier gab es Noten im Bereich 8 bis 8,5 für die 14-Jährige mit ihrem siebenjährigen Ponyhengst.

Über Einzel-Silber freute sich Mia Allegra Lohe (Düsseldorf) mit ihrer Stute Tovdals Golden Future Imperial, die als letztes deutsches Paar erst am Samstagmittag ins Viereck musste (76,243 Prozent). „Mia hat heute mit viel Gefühl ihrem Pony Vertrauen gegeben, denn die Stute war schon sehr motiviert heute. Klasse, wie die beiden das nach Hause geritten haben“, lobte die Bundestrainerin. Den Medaillensatz für das deutsche Team komplettierte dann die beste Reiterin der Mannschaftswertung, Julie Sofie Schmitz-Heinen (Wermelskirchen) mit Carleo Go. Sie sicherte sich Bronze auf dem Treppchen. Sie nahm es mit Fassung, dass ihr Pony sich in der Prüfung in einer Volte erleichtern musste, was das Paar wertvolle Punkte kostete. „Julie Sofie hat diese Situation wirklich gut gemeistert und ist unbeeindruckt weitergeritten, um die nötigen Punkte zu sammeln. So etwas passiert nun mal im Sport. Alle Beteiligten haben mit ihr mitgelitten und es gab großen Zuspruch nach dem Ritt.“ 75,460 Prozent reichte für das Paar dann noch knapp für Bronze vor der Dänin Josephine Gert Nielsen mit Kastanienhof Crimson Gold (75,081 Prozent). Die 13-jährige Franziska Roth (Stuttgart) ritt mit ihrem Fuchshengst Daily Pleasure WE auf Platz 14 mit 72,513 Prozent.

„Nun freuen wir uns wahnsinnig auf die Kür-Ritte und wollen die Ponys zur Musik tanzen lassen“, gab Carolin Roost einen Ausblick auf die Kür-Entscheidung am Final-Sonntag. FN/ Tina Pantel

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