Klimaschutz

Zehn Tipps für den Klimaschutz im Stall

Wie Pferdesportler*innen mit kleinen Kniffen zu Klimaschutz und Artenvielfalt beitragen können

Warendorf (fn-press). Klimaschutz und Pferdesport lassen sich nicht vereinen? Doch, und zwar sehr gut. Pferdesportler*innen und Pferde sind stets eng mit der Natur verbunden. Kaum eine andere Sportart ist so auf aktiven Klimaschutz zum Wohle der Vierbeiner angewiesen wie der Pferdesport. Grüne Weiden, Schwalbennester im Stall, Feld- und Waldwege zum Ausreiten – all das ist schützenswert. Etwas für den Klimaschutz im Pferdesport zu tun ist nicht einmal besonders schwierig. Nachfolgend gibt es zehn Tipps, mit denen jede*r einen kleinen Beitrag leisten kann!

Tipp 1: Klimaschutz fängt bereits im Kleinen an
Zum Beispiel mit dem Recycling von Futterbehältern oder mit der Mülltrennung am Stall. Hier müssen alte Gewohnheiten meist nur minimal umgestellt werden.

Tipp 2: Strom und Wasser sparen!
„Licht an“ nur bei Bedarf in der Halle und im Stall senkt den Stromverbrauch und damit Kosten, ebenso wie der sparsame Umgang mit Wasser.

Tipp 3: Klimaschutz bedeutet gleichzeitig Artenschutz
Mit kreativen Ideen können Pferdesportler*innen am Stall eine Heimat für viele Tiere gleichzeitig schaffen. Das ist nicht nur nützlich, sondern kann zu einer gemeinsamen Aktion werden, an der sich alle Einsteller*innen beteiligen können.

Tipp 4: Weideflächen sind Lebensräume
Weideflächen und Grünstreifen sind Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten und müssen erhalten werden – auch für eine artgerechte Pferdehaltung. Der späte Schnitt von Wiesen zur Heugewinnung ermöglicht unter anderem bodenbrütenden Vögeln die ungestörte Aufzucht des ersten Geleges.

Tipp 5: Blühstreifen anlegen
Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Für das Anlegen von Blühstreifen kann es Förderungen geben. Nähere Informationen gibt es auf den Seiten der Landwirtschaftsministerien der Bundesländer.

Tipp 6: Gewässer anlegen und erhalten
In Tümpeln und Teichen fühlen sich Insekten, Amphibien und Fische wohl. Sie sind Brutplatz, Trinkwasserstelle und Lebensraum in einem. Die Größe des Gewässers ist dabei nebensächlich. Tipps zum Anlegen gibt es im Internet.

Tipp 7: LED-Lampen einbauen
Das Hallenlicht nach dem Verlassen der Bahn zuverlässig auszuschalten, kann bereits Energie einsparen. Noch besser ist es allerdings, die Beleuchtung komplett auf LED-Lampen umzustellen.

Tipp 8: Mit dem Fahrrad in den Stall
Wenn die Wegstrecke, Zeit und das Wetter es zulassen, ist das Fahrrad eine klimafreundliche Alternative für die Fahrt zum Stall. Das spart zum einen CO2, zum anderen ist es eine hervorragende Möglichkeit, um schon gut aufgewärmt am Stall anzukommen.

Tipp 9: Futterstation aufstellen
Wildtiere und Vögel werden es danken. Die Stationen können schön bemalt ein echter Hingucker für Besucher*innen am Stall sein.

Tipp 10: Totholz nicht entfernen
In abgestorbenen Bäumen oder Baumstümpfen findet eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen Lebensraum und Nahrung: Pilze, Flechten, Moose, Farne, Insekten, Reptilien und auch Säugetiere. Totholz leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Also: Totholz an Ort und Stelle lassen und „Mut zur Unordnung“ haben.

Die FN informiert im Rahmen einer Themenwoche rund um das FN-Projekt „Grüner Stall“ auf ihren Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook und Twitter zum Klimaschutz im Pferdesport.  Sina Stahlsmeier

Beispiele, wie der Erhalt von Tieren und Pflanzen in Pferdeställen gefördert werden kann, bietet dieser PM-Forum-Artikel.  

Weitere Informatione rund um das Thema “Naturschutz mit Pferd” gibt es hier: www.pferd-aktuell.de/wertpferd/naturschutz-mit-pferd