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Landeselitestuten: Eyra und Frieda sind Miss Mecklenburg

Rostock (PZV M-V (Auszug)). 103 Staatsprämienanwärterinnen nahmen an der diesjährigen Landes-Elitestutenschau in Mühlengeez teil. 72 Stuten erhielten die Staatsprämie, 24 wurden prämiert.

 In der Tat waren die Vertreterinnen der Shetlandponys und ihrer vier weiteren verwandten Gruppen, mit 47 Stuten die mit Abstand größte Gruppe. Die reinen Shetlandponys waren allein mit 29 Stuten vertreten. 

21 Mecklenburger waren in diesem Jahr dabei. Vor 25 Jahren waren sie mit rund 40 Stuten noch die deutlich stärkste Rasse bei den Schauen. Wenn man dagegen auf die Qualität schaut, so würden viele Fachleute von damals, die heute teilweise nicht mehr unter uns sind, staunen, wie sich der Typ und das Bewegungspotential der Mecklenburger verbessert hat. Und dass, obwohl der Vollbluteinsatz mittlerweile gegen null tendiert. 

Von 21 Mecklenburgern erhielten 17 die Staatsprämie, sechs gingen auf dem Brillantring.

Die diesjährige Siegerstute, die nun den Titel „Miss Mecklenburg 2021“ trägt, kommt dem Ideal eines modernen Reitpferdes sehr nahe. Bei der Stutbuchaufnahme in Kühlungsborn trat die Qualität von FRIEDA (Kat.Nr.115), so ihr Name, noch nicht in dieser Deutlichkeit hervor (WN 7,71), wie jetzt bei der Schau in Mühlengeez. Die schwarzbraune Stute vom viel zu früh von der Züchterbühne abgetretenen Redefin Hengst Fehrbellin trat nicht auf, sondern sie „erschien“, als sie den Ring betrat. Es war nicht nur ihr Charme, der jeden Fachmann begeisterte. Als sie sich in Bewegung setzte, schien sie zu schweben. Elastisch, durch den ganzen Körper schwingend, mit ganz viel Schub aus dem Hinterbein, der sich über den Rücken auf das Vorderbein mit viel Aktion übertrug. Claudia Krempien (Sievershagen) hat die Stute mit einer Mutter von Danny Wilde / Rubinstein I / Vargas xx gezogen und ausgestellt.

Reservesiegerin und 1b-prämiert wurde die bereits 4-jährige MORRICONE’S PETITE NOIR (Kat.Nr.99). Eine Tochter des Morricone I, die Benno Schlecht (Süderholz) mit seiner Staatsprämienstute Wenke v. Wind Dancer / Lomber / Narew xx gezogen hat und in Mühlengeez von ihrem Besitzer Marcel Knierieme (Neuenkirchen) ausgestellt wurde. Mit Wertnote 7,64 eingetragen, absolvierte die sehr kompakt gebaute Stute, mit viel Go, die Leistungsprüfung mit Wertnote 7,78.

Vier weitere Stuten hat die Kommission für den Brillantring ausgewählt. Diese blieben unrangiert.

Schimmelstute LEEVSTE (Kat.Nr.93) von Levster. Gezogen wurde die Stute mit Eintragungsnote 7,57 bei Uwe und Fritz Belz (Mistorf) aus der Cheyenne S von Cero I / Altan II/T. / Marlesko xx. Die 3-jährige Fuchsstute BAILEYS (Kat.Nr.106) Die Tochter des Bernay wurde von Olaf Hagemann (Welzin) aus der Montana von Monazit / Rubinstern / Distello gezogen. Die C-Mocca D’Or-Stute CHILLY RMD, die von der Zuchtgemeinschaft Dittberner (Kladrum) mit der Staatsprämienstute Withney RMD von Wind Dancer / Lonely Boy / Dispens gezogen hat. Das Gestüt Ganschow hat die Stute DONAUGOLD von Donauschall gezogen. Mutter der dunkelbraunen 3-jährigen Stute ist die Staatsprämienstute Distanz von Do It / Sonnenball / Marduc/T. 

 82 Stuten der Pony- und Kaltblutrassen bewertet, 55 erhielten die Staatsprämien, 18 wurden unragiert für den Brillantring ausgewählt.

13 Pony- und Kaltblutrassen mit insgesamt 82 Vertreterinnen hatte die Kommission zu bewerten. Die sechs Haflinger, die im Schaukatalog standen, waren vollzählig vertreten. Eine von ihnen begeisterte die Kommission. O-Ton Kotenbeutel: „Wenn man eine Haflingerstute malen sollte, die dem Zuchtziel entspricht, dann wäre es EYRA“ (Kat.Nr.65). Die Tochter des Amore Mio aus der Staatsprämienstute Eyrin H von Standard-Rubin / Aquavit / Almfürst wurde von Fritz und Dörte Wolfgramm (Levenhagen) gezogen. Eingetragen mit 7,75 absolvierte sie die Leistungsprüfung mit 7,73. Deutlich weiter entwickelt verkörpert sie hinsichtlich Typausstrahlung das Zuchtziel des Haflingers. Hinzu kommt ein Bewegungspotential, das im Trabe mit ganz viel Schub und Lastaufnahme der Hinterhand beinahe übersprudelt.

Aufgrund ihrer überragenden Qualität in allen Bereichen wurde Eyra als Siegerin der Pony- und Kaltblutrassen herausgestellt und trägt somit auch den Titel „Miss Mecklenburg 2021“ dieser Rassen.

Mit JAMILCHEN UMM wurde eine weitere Haflingerstute prämiert (Kat.Nr.63) die ihre Herkunft im Namenzusatz trägt. Der Haflingerzuchtbetrieb Ummanz auf Rügen hat die 4-jährige Stute mit Alegro WK und der Jamila Umm von Wallenstein / Narduk / Liz. Bergwind gezogen und ausgestellt. Mit 7,93 brachte sie eine hohe Eintragungsnote mit zur Schau nach Mühlengeez.

Reservesiegerin der PKS-Rassen und Siegerin ihrer Rasse wurde die 3-jährige Deutsche Reitponystute NIZZA VM. Patricia von Mirbach (Kühlungsborn) hat die Isabel-Fuchsstute mit Nancho’s Golden Star aus der Bianca von Bennos Dream / Principal Boy / Nadler I gezogen. Eine Woche zuvor Landeschampioness der 3-jährigen Reitponys geworden, wurde sie mit Wertnote 7,82 eingetragen und absolvierte die Feldprüfung mit 8,10. Auch Nizza vM kann als Endprodukt des Zuchtziels ihrer Rasse betrachtet werden. Mutter Bianca brachte bereits den 2016 gekörten Hengst Nussein vM. 

Der Reservesieg bei den Deutschen Reitponys ging an HILL’S COVER GIRL (Kat.Nr.66) von Candyman. Gezogen und ausgestellt, in Bakskin-Jacke auftretend, wurde die 4-jährige Stute bei Jacqueline Hill (Bobitz). Mutter ist die Nobelfee von Nobelboy / Top Nordpol / Principal Boy. Sie ist 8,14 die Stute mit der höchsten Eintragungsnote ihrer Rasse 2021. Auch die Prüfung absolvierte sie mit 7,93 nur minimal unter einem glatten „gut“.

Der ausführliche Bericht des Pferdezuchtverbands MV kann unter https://www.facebook.com/Verband-der-Pferdez%C3%BCchter-MV-eV-264226040409200 nachgelesen werden.