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Paralympics Tokio: Deutsche Reiter*innen sind startklar -Teilnehmer aus 27 Nationen messen sich in der Para-Dressur

Tokio/JPN (fn-press). Die Paralympics können nun auch für die deutschen Para-Dressurreiter*innen beginnen. Alle vier deutschen Pferde haben die obligatorische Verfassungsprüfung passiert. Insgesamt stellten sich 77 Pferde aus 27 Nationen den Richtern vor. Die Para-Dressur beginnt zunächst für alle mit der Einzelwertung. Am Donnerstag, 26. August, treten zunächst die Teilnehmer*innen der Behinderten-Grades II, IV und V an. Grade I und III folgen am Freitag, 27. August.

Für Deutschland macht damit Grade II-Reiterin Heidemarie Dresing (Rheda-Wiedenbrück) mit La Boum den Anfang. Die Prüfung beginnt um 9 Uhr deutscher Zeit, Heidemarie Dresings Startzeit ist 9.32 Uhr.

In Grade II starten meistens Rollstuhlbenutzer mit starken Einschränkungen der Beinfunktionen und der Rumpfbalance. Meist sind auch die Funktionen/Koordinationsfähigkeiten des Oberkörpers und/oder der Arme stark eingeschränkt. Die Prüfungen bestehen aus Schritt- und kleineren Trabsequenzen.

Die Einzelwertung in Grade IV beginnt um 10.51 Uhr und gleich die erste Starterin ist Saskia Deutz mit Soyala. Für die Ärztin aus Sehlen auf Rügen ist es der erste Start bei einem Para-Championat.

Grade IV ist ein „Sammelbecken“ verschiedenster Handicaps. Die Athleten können in der Regel ohne Unterstützung gehen. Sie haben beispielsweise Behinderungen entweder an einem Arm und einem Bein, mäßige Behinderungen in beiden Armen und beiden Beinen oder schwere Behinderungen der Arme. Die Prüfungen bestehen aus Schritt-, Trab- und Galoppsequenzen. Die Anforderungen entsprechen vergleichbar der Klasse L im Regelsport.

Dritte und letzte Starterin für Deutschland am ersten Prüfungstag ist Regine Mispelkamp aus Geldern. Die Einzelwertung in Grade V beginnt um 13.31 Uhr, Regine Mispelkamp und ihr Dunkelfuchs Highlander Delight’s sind um 14:16 Uhr deutscher Zeit an der Reihe.

Athleten des Grade V haben Behinderungen nur in einer oder zwei Gliedmaßen oder Einschränkungen der Sehfähigkeit, dazu zählt auch das Fehlen einer Hand oder eines Unterschenkels. Die Prüfungen bestehen aus Schritt-, Trab- und Galoppsequenzen, wobei die Kür viele hochklassige Lektionen enthalten kann, wie beispielsweise Dreier- und Vierer-Wechsel, halbe Galopppirouetten und so weiter. Piaffe und Passage sind nicht erlaubt.

Die Startreihenfolge für die Grade I (ohne deutsche Beteiligung) und Grade III – hier vertritt der bereits dreimalige Paralympicsreiter Steffen Zeibig mit Feel Good für die deutschen Farben – stehen noch nicht fest.

Informationen www.pferd-aktuell.de/tokio2021/paralympics