Spiele / Olympic Games 2021 THIEME Andre (GER), DSP Chakaria Qualifikation Einzel / Jumping Individual Qualifier Zeitspringen Tokio, Equestrian Park 03. August 2021 © www.sportfotos-lafrentz.de/Stefan Lafrentz

Deusser weiter – Thieme und Kukuk “einen um”

(Tokio) Mit jeweils einem Springfehler haben die Championats-Neulinge André Thieme aus Plau am See und seine DSP-Stute Chakaria sowie Christian Kukuk und Mumbai die Qualifikation zum Einzelfinale bei den Olympischen Spielen beendet. Damit sind Thieme und Kukuk für das Einzelfinale “raus”. Daniel Deusser und Killer Queen hingegen mischen dank einer tadellosen Runde im Einzel mit.

Es war nur ein Fehler, aber er kostete Thieme und die zehnjährige Chakaria die Teilnahme am “Endspurt” im Einzel. Der 46-jährige und auch Kukuk befinden sich damit durchaus in bester Gesellschaft, denn auch andere Spitzenreiter wie Steve Guerdat ( Schweiz) und Laura Kraut (USA) sind nicht dabei. Was sagt André Thieme zu seiner Runde: „Eins, zwei drei ist mir alles so gelungen wie ich es vor hatte, und dann kam die dreifache Kombination. Ich habe die ganze Zeit ja gewusst, sie ist super vorsichtig drauf mit dem Licht hier. Und nach dem Warm-Up wusste ich schon, dass sie  – ich will nicht sagen eingeschüchtert –  aber übervorsichtig ist. Und so kam es dann, dass ich ein bisschen minimal Panik geschoben habe, am Aussprung der Dreifachen, sie gab sich unheimlich Mühe und ich dachte: Oh Gott jetzt muss ich es ihr unbedingt an der Trippelbarre leicht machen mit einem schönen Galopp durch die Wendung, aber dann merkte ich wie sie doch ein bisschen am Ausgang kleben blieb und mir die Tripplebarre so ein bisschen „weglief“. Dann habe ich in letzter Sekunde versucht, umzuschalten und versucht, einen Galoppsprung mehr zu machen. Aber das war bei der Höhe natürlich auch das Verkehrte, da hätte ich besser was riskieren sollen. Da hab ich einfach nicht genug Ruhe gehabt und dann hat man da natürlich einen mächtig groben Fehler. Aber Hut ab wie sie danach weitergesprungen ist und den Parcours beendet hat und am Ende waren wir ein schneller vier Fehler-Ritt. Das ist eigentlich überhaupt nicht schlimm, aber dadurch, dass ich weiß, dass mir dieser Fehler unterlaufen ist, der mir eigentlich nicht passiert und auch nicht passieren darf, ist das für mich wahnsinnig enttäuschend, einfach enttäuschend für mich selber.”

Das Resümée von Thieme: “Ich bin gewarnt worden, dass es unter Flutlicht anders ist”, so Thieme, “das hat mein noch junges Pferd doch sehr beeindruckt und war ein wenig so wie mit angezogener Handbremse. Da muss man als Reiter cool bleiben.”

“In Führung” liegt der Brite Ben Maher vor Darragh Kenny (IRL) und der für Israel startenden Ashlee Bond. Qualifizieren konnten sich lediglich die besten 30 Reiter und Reiterinnen für das Einzelfinale am morgigen Mittwoch. M.B.

Unser Foto zeigt André Thieme mit DSP Chakaria und ist von Stefan Lafrentz.