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Warschau: Deutsches Team nur auf Platz zehn – Italien gewinnt das Finale der europäischen Nationenpreis-Serie

Warschau (fn-press). So souverän das deutsche Springreiterteam vor drei Wochen das Halbfinale der neuen europäischen Nationenpreis-Serie der EEF (European Equestrian Federation) in Budapest gewonnen hatte, so schlecht lief es für das Quartett beim Finale in Warschau. Cedric Wolf (Buchholz) mit DSP Chicitito, Jana Wargers (Bocholt/Belgien) mit Limbridge, Sophie Hinners (Pfungstadt) mit Vittorio und Gerrit Nieberg (Senden) mit Ben platzierten sich nur an zehnter Stelle.

In beinahe identischer Zusammensetzung wie beim Halbfinale trat das junge, einst in Jugendchampionaten bereits erfolgreiche deutsche Springreiterteam, das von Equipechef Ralf Runge (Montabaur) begleitet wurde, die Reise in die polnische Hauptstadt Warschau an. Allerdings fehlte diesmal Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck), seinen Platz nahm Gerrit Nieberg (Senden) ein. Erneut gingen als erstes Paar des Teams Cederic Wolf (23) und sein bayerischer Wallach DSP Chicitito (v. Crossfire) an den Start und glänzten mit einer Nullrunde. Dem verheißungsvollen Auftakt machte sich in der Folge mehr und mehr Ernüchterung breit, denn es sollte die einzige fehlerfreie Leistung der deutschen Mannschaft bleiben. Die erfahrenste Reiterin der Equipe, Jana Wargers (30), kassierte mit dem Holsteiner Hengst Limbridge (von Limbus) ebenso einen Fehler wie Gerrit Nieberg (28) und der zehn Jahre alte westfälische Wallach Ben (von Sylvain). Die amtierende Deutsche Meisterin Sophie Hinners (24) lieferte mit ihrem Hannoveraner Wallach Vittorio (von Valentino) mit elf Fehlerpunkten das Streichergebnis.

Der zweite Umlauf verlief ähnlich. Diesmal patzte Cederic Wolf gleich dreimal und wurde Streichergebnis. Nieberg steuerte acht Fehlerpunkte bei, Jana Wargers und Sophie Hinners jeweils vier. Schlussendlich hatte das deutsche Team 24 Fehlerpunkte auf dem Konto, dies bedeutete Platz zehn.

Stark trumpften die Mannschaften aus Italien und Tschechien auf, die beide nach den beiden Umläufen mit nur vier Fehlerpunkten belastet waren und den Sieger im Stechen ermitteln mussten. Hier hatte Piergiorgio Bucci, der routinierteste Reiter im italienischen Team, die vielleicht besseren Nerven. Er blieb jedenfalls fehlerfrei, während bei seinem tschechischen Kollegen Vladimir Tretera einmal die Stange fiel. Auf Platz drei folgte das irische Team mit acht Fehlerpunkten, Schweiz (12, bessere Zeit), Spanien (12), Dänemark (13), Polen (16), Großbritannien (24), Deutschland (24) und Norwegen (24).   hen