Sieger im Derby-Trial in Hoppegarten: der dreijährige Sea of Sands mit Lukas Delozier. (Foto: galoppfoto.de/ Sorge)

Sea of Sands ein Top-Anwärter auf den Sieg im IDEE 152. Deutschen Derby

(Berlin/ Hamburg) Sein Name war schon vorher bei den Wettern in aller Munde, doch exakt sechs Wochen vor dem IDEE 152. Deutschen Derby, dem Höhepunkt des Galopper-Rennjahres 2021 und großen Highlight des vier Renntage umfassenden IDEE Derby-Meetings (30.6.-4.7.) in Hamburg-Horn, ist der dreijährige Hengst Sea of Sands nun aktuell der Top-Favorit für das Blaue Band. 

Im WETTSTAR.de – Derby-Trial (Gruppe III, 33.000 Euro, 2.000 m) am Pfingstsonntag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten feierte der von Jean-Pierre Carvalho in Mülheim für das Gestüt Höny-Hof von Manfred Hellwig (Oberaula) trainierte Sea The Stars-Sohn seinen ersten Erfolg in einem Grupperennen. Zuvor war er bereits in zwei Top-Rennen, dem Preis des Winterfavoriten und dem pferdewetten.de – Bavarian Classic, platziert gewesen. Sea of Sands hat übrigens den gleichen Vater wie Sea the Moon, überlegener Derbysieger des Jahres 2014 in Hamburg.

Der verdiente Triumph des 4:1-Mitfavoriten Sea of Stars unter dem Franzosen Lukas Delozier war eine starke kämpferische Leistung. Im zehnköpfigen Feld des aus Baden-Baden übernommenen Highlights (wegen eines Betreiber-Wechsels war Hoppegarten eingesprungen) sah man Sea of Sands zunächst im Mittelfeld des von dem Außenseiter Sporting vor dem favorisierten Lord Charming angeführten Feldes.

Auf der Zielgeraden entwickelte sich eine faszinierende Partie, wobei der für den bayerischen Rennstall Gestüt Hachtsee aufgebotene Lord Charming, der keine Derby-Nennung besitzt, lange wie der sichere Sieger aussah. Doch das war eine Rechnung ohne Sea of Sands, dem Lukas Delozier noch so enorm flott machte, dass auch der bis zum Schluss tapfer dagegen haltende Gegner knapp passen musste. Der Lohn: 19.000 Euro Siegprämie und eine Steigerung der Gewinnsumme auf 57.250 Euro. Beim fünften Start war es für Sea of Sands der zweite Erfolg. Noch nie landete er auf einem schlechteren Platz als auf Rang vier bei seinem Debüt 2020. 

„Es war ein taktisches Rennen und wurde nicht sehr schnell angegangen. Ich habe erst gewartet, so wie es mir der Trainer auf den Weg gegeben hatte. Heute hat Sea of Sands ein neues Gesicht gezeigt und bewiesen, dass er auch umschalten kann“, kommentierte Jockey Lukas Delozier.

Trainer Jean-Pierre Carvalho ergänzte: „Im Führring war Sea of Sands etwas nervös gewesen. Für das Rennen hatte er eine schlechte Startnummer, daher mussten wir ihn etwas zurücknehmen hinter den vorderen Pferden. Das Tempo wurde etwas herausgenommen, aber Lukas hatte alles gut im Blick. Heute war ein Vorbereitungsrennen für das Derby, das Rennen hier war nicht das Hauptziel. Das Pferd ist noch etwas unreif und muss lernen. In der Wochen werden wir vor Hamburg noch im Union-Rennen in Köln antreten.“ 

Vallando, im Besitz des Gestüts Auenquelle (Rödinghausen), eroberte noch Platz drei vor Gestüt Ravensbergs Wiesentau, die ebenso für das IDEE 152. Deutsche Derby interessant bleiben. Santorini, für den Stall Hanse (siegte 1989 mit Mondrian) angetreten, kam als Fünfter zum Schluss nicht mehr weiter. Der höher gewettete Dolcetto ließ bald nach.

Jean-Pierre Carvalho, der auch noch andere hoffnungsvolle Derby-Pferde aufbieten könnte, verpasste 2016 mit Savoir Vivre einen Derby-Sieg nur knapp. Auch Lukas Delozier erreichte 2019 mit Django Freeman schon einen zweiten Platz im Highlight-Rennen des deutschen Galopprennsports. 

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