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München: Isabell Werth gewinnt Louisdor-Preis – Fabienne Müller-Lütkemeier belegt die Plätze zwei und vier

München (fn-press). Seine zweite Etappe 2021 führte den Louisdor-Preis für junge Grand Prix-Pferde zum Dressurturnier auf die Olympiareitanlage nach München-Riem. Hier setzte Isabell Werth (Rheinberg) ein neues Pferd in Szene. Im Sattel der Hannoveraner Stute Superb sicherte sie sich das Ticket für das Finale der Serie, das im Dezember in der Frankfurter Festhalle ausgetragen wird. 

Nach Horses & Dreams in Hagen war das Dressurturnier „Pferd International“ in München Gastgeber des Louisdor-Preises für Nachwuchs-Grand Prix-Pferde. Als Favoriten gingen die Sieger der Einlaufprüfung, Isabel Freese und der Totilas-Sohn Total Hope, an den Start. Die beiden hatten 2019 das Finale des Nürnberger Burg-Pokals gewonnen und demonstrierten, dass sie den Sprung auf das Grand Prix-Level hervorragend geschafft haben. Doch in der eigentlichen Finalqualifikation wurden die Karten neu gemischt. Total Hope verweigerte die Piaffe und machte Fehler in den Galoppwechseln, so dass der bildschöne Hengst auf Rang fünf abrutschte. Er war nicht das einzige Pferd, das mit den Anforderungen haderte. Bei fast allen schlichen sich zahlreiche Fehler ein, insbesondere bei den Fliegenden Wechseln, zwei Reiterinnen verzichteten sogar auf die Wertung, unter ihnen Jessica von Bredow-Werndl mit ihrem Hannoveraner Sir Max v. St. Moritz Junior. 

Bei Isabell Werth hingegen klappte alles. Sie stellte mit Superb eine Hannoveranerin vor, die sich in allen Lektionen auf einem sicheren Notenniveau zwischen sieben und acht bewegt. Die Rappstute ist eine Tochter des Surprice aus einer Donautanz-Mutter. Auf turniersportlichem Parkett hat man sie die letzten Jahre nicht gesehen, aber gänzlich unbekannt ist sie nicht. 2015 war sie dreijährig Hannoveraner Championesse, nahm im selben jahr mit Marlene Heye am Bundeschampionat der Reitpferde teil und belegte Platz sechs. Inzwischen gehört sie Isabell Werths Freundin und Mäzenin Madeleine Winter-Schulze. Mit 75,535 Prozent haben Isabell Werth und Superb ihren Startplatz im Finale der Serie gesichert. 

Das zweitbeste Ergebnis erzielte Fabienne Müller-Lütkemeier (Paderborn) mit der westfälischen Stute Valencia As. Die Vitalis-Tochter (Muttervater Hotline) wurde mit 74,349 Prozent bewertet. Ebenso von Vitalis stammt ihr westfälischer Wallach Valesco ab. Mütterlicherseits auf Douceur zurückgehend, belegte er Platz vier (68,279). Mit beiden zehnjährigen Pferden hat Fabienne Müller-Lütkemeier wieder gute Perspektiven für den internationalen Grand Prix-Sport. Dazwischen schob sich Dr. Annabel Frenzen (Krefeld) mit dem rheinischen, von ihrem Vater Achim Frenzen gezogenen Wallach SilberStern auf Rang drei (73,047).     hen

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