Distanzreiten

Distanzreiten: Deutsches Team fährt zur WM – Weltmeisterschaft vom 21. bis 22. Mai in Italien

Warendorf (fn-press). Merle Röhm, Ursula Klingbeil und Bernhard Dornsiepen treten Mitte Mai bei den Weltmeisterschaften im Distanzreiten in Pisa San Rossore in Italien an. Vom 21. bis 22. Mai werden dort über eine 160 Kilometer lange Strecke Einzel- und Mannschafts-Medaillen vergeben.

„Natürlich gibt es aufgrund der Corona-Pandemie viele Dinge, die wir beachten müssen, das Begleitpersonal ist stark verringert und es gibt praktisch jeden Tag neue Nachrichten, welche Art von Test die Reiter brauchen usw.“, erklärt Nico Hörmann, Disziplin-Koordinator Distanzreiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Dennoch stellt Deutschland sogar eine Mannschaft. Dazu gehören Bernhard Dornsiepen (Balve) mit Bekele el Djem, Ursula Klingbeil (Buch) mit Aid du Florival und Merle Röhm (Buch) mit Dydin. Diese drei haben die notwendigen Qualifikationen und Normen für eine WM trotz vieler ausgefallener Turniere erfüllt. „Wir haben so leider kein Streichergebnis und alle drei Reiter müssen ins Ziel kommen, damit die Mannschaft in der Wertung ist, aber ein gutes Ergebnis ist dennoch möglich“, so die Prognose von Hörmann.

Denn alle drei Pferde und zwei der drei Reiter gehörten 2019 zum erfolgreichen Team, das bei den Europameisterschaften in Euston Park in Großbritannien die Bronzemedaille gewonnen hat. Damals wurde die 14-jährige Stute Aid du Florival allerdings nicht von ihrer jetzigen Reiterin Ursula Klingbeil geritten, da sie aufgrund einer Verletzung damals nicht selbst am Sichtungsweg teilnehmen konnte. Sie stellte Aid du Florival ihrer Schwiegertochter Jule Klingbeil zur Verfügung und coachte bei der EM 2019 Jule und ihre Schwester Merle Röhm mit Wallach Dydin. Zwei Jahre später sitzt Ursula Klingbeil nun selbst im Sattel ihrer Stute, mit der sie 2016 schon an den Weltmeisterschaften in Samorin teilnahm und Platz 26 belegte. Die Tierärztin aus Buch in Bayern ist seit mehr als 20 Jahre im internationalen Distanzsport erfolgreich und bringt viel Erfahrung mit.

Genau wie auch Bernhard Dornsiepen. Für den 53-Jährigen ist es das neunte internationale Championat seit 1990. Bei der EM 2019 holte er seine erste Championatsmedaille. Im gleichen Jahr war er mit seinem Pferd Rio Deutscher Meister geworden, aber auch sein „Nachwuchspferd“ Bekele hat mittlerweile schon mehrfach Championatserfahrung – der 13-jährige Wallach war nicht nur bei der EM, sondern auch 2018 in Tryon bei den Weltreiterspielen dabei. Dritte im Team ist die 27-jährige Merle Röhm, die mit ihrem zwölfjährigen Wallach Dydin ebenfalls zum erfolgreichen Bronze-Team 2019 in Euston Park gehörte. „Wenn alle drei gut durchkommen, ist eine Medaille vielleicht sogar möglich, sie haben ja schon bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist“, so die Überlegungen von Hörmann. „Allerdings ist das jetzt hier eine Weltmeisterschaft und da haben wir natürlich noch ganz andere Teams am Start als bei der EM vor zwei Jahren.“ evb

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